Unterricht im Jahr 2021 an der Grundschule Gmund | 28.01.21

Das Jahr 2021 hat genauso speziell begonnen wie das Jahr 2020 geendet hat, nämlich mit sehr viel Distanz. So konnten wir alle das neue Jahr nicht mit einer ausgelassenen Silvesterparty begrüßen, sondern mussten uns sogar in dieser Nacht in „Social Distancing“ üben. Und so dürfen die Schulkinder der Grundschule Gmund bisher und wohl auch noch länger weder in ihr schönes Schulhaus kommen, noch ihre Klassenkameraden und die Klassenlehrerin „in echt“ sehen und mit ihnen allen den Schulvormittag verbringen. All das findet nur in der Distanz statt. Aber auch wenn uns allen dieses Sozialgefüge „Schulfamilie“ so sehr fehlt, gibt es doch viel Positives zu berichten.

Da die Schule und ihre Schulkinder unserem Sachaufwandsträger (sprich der Gemeinde) seit jeher sehr wichtig sind, waren wir schon vor Corona digital ziemlich gut ausgestattet. Zudem versucht die Gemeinde alle Angebote der Staatsregierung zum Thema Digitalisierung mit uns zusammen schnellstmöglich abzustimmen und umzusetzen, sodass unsere Ausstattung sich noch weiter verbessert hat. Diese Wertschätzung ist nicht selbstverständlich. Wir genießen sie alle sehr und jeder investierte Euro kommt unserer großen Schulfamilie zu Gute. Vielen Dank dafür!

Die ersten Wochen Distanzunterricht sind vorbei und wir haben alle (Schulkinder aller vier Jahrgangsstufe, Eltern und Lehrkräfte) viel dazugelernt und unsere digitale Medienkompetenz enorm verbessert. Nach anfänglichen Serverschwierigkeiten läuft unser Videotool BigBlueButton jetzt stabil auf 4 Servern, alle Lehrkräfte gestalten den digitalen (Video)Unterricht sehr abwechslungsreich mit den unterschiedlichsten digitalen Werkzeugen und laut verschiedenster Rückmeldungen arbeiten viele Kinder sehr selbstständig sowohl mit Stift und Papier als auch mit dem Computer. Außerdem können die allermeisten Kinder (auch in der Notbetreuung) schon ganz selbstständig an den täglichen – je nach Jahrgangsstufe sogar mehrfach stattfindenden Videokonferenzen teilnehmen. Viele Kinder können schon richtig gut in den Chat tippen, sich digital melden und einer Videokonferenz mit mehr als 10 Teilnehmern konzentriert folgen. So klappen die sozialen Kontakte untereinander und auch der Kontakt mit bzw. die direkte Rückmeldung von den Lehrkräften viel besser als im Frühjahr. Viele Kinder berichten, dass sich der Schulvormittag „fast schon normal anfühlt“. Man beginnt um 8 Uhr, arbeitet alleine und zwischendurch auch zusammen mit den Mitschülern, erfährt im Morgenkreis, was die anderen so erlebt haben, sieht seine Lehrerin, die etwas Neues erklärt und Fragen beantwortet, hat verschiedene Fächer und zwischendrin auch mal Pause. O-Ton Schüler: „Das beste an der Distanzschule ist, dass man keine Hausaufgaben hat. Wenn man am Vormittag fleißig ist, hat man am Nachmittag frei und kann machen was man will.“ An dieser Stelle möchte ich gerne ein ganz großes Lob an die Kinder, aber auch an die Eltern und die Lehrkräfte aussprechen. Sie alle versuchen täglich ihr Bestes zu geben, um den Kindern so viel Struktur und Sicherheit wie möglich in diesen schwierigen Zeiten zu geben. Herzlichen Dank dafür!

Hoffentlich liegt noch genug Schnee auf den Wiesen rund um das Schulhaus bis die Schulkinder wiederkommen dürfen. Die Schneeschuhe und die Nordic Walking Stöcke, die wir extra für einen abwechslungsreichen Sportunterricht im Freien angeschafft haben, wollen doch unbedingt ausgeführt werden.

Text und Fotos: Susanne Riedl